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DEN ZUG HATTE ICH VERPASST
An einem Sonntagabend musste ich bis kurz vor 19 Uhr arbeiten. Somit erwischte ich den Zug nach Bern nicht mehr, um in den Gottesdienst zu gehen. Per Autostop fahren wollte ich auch nicht, denn es war schon stockdunkel. Ich betete und fragte Gott, was ich nun tun sollte. Ich hatte die Idee, eine Freundin anzurufen. Sie sollte dann, ohne meine Situation zu kennen, entweder "Hirsch" oder "Hase" sagen. Bei "Hirsch" würde ich trampen, also per Autostop nach Bern in den Gottesdienst fahren. Bei "Hase" würde ich nach Hause gehen. Ich rief sie an, und sie sagte "Hirsch". Nachdem sie ins Spiel eingeweiht worden war, sagte sie, dass sie eigentlich "Hase" hatte sagen wollen, aber im letzten Augenblick "Hirsch" gesagt habe. Nun, jedenfalls stand ich Minuten später an der Hauptstrasse nach Bern. Etwa das fünfte Auto hielt an. Im schummrigen Strassenlaternenlicht konnte ich erkennen, dass drei Männer im Auto sassen. Ich war sehr unruhig, ob ich wirklich einsteigen sollte. Als ich die Tür öffnete, sassen im Auto drei Männer, die unterwegs zum Vineyard Gottesdienst in Bern waren!
November 2008
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