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EINE GANZE FAMILIE BEGEGNET GOTT
Im Juni war ich für vier Tage in „Kurzferien“. Am ersten Morgen habe ich in einer Bäckerei gefrühstückt und dabei einen Knatsch der Chefin mit ihrem Sohn miterlebt, der einfach weggefahren ist. Die Mutter blieb alleine zurück und war etwas aufgeschmissen. Auf mein Angebot, ich hätte Zeit und würde ihr gerne beim Abwaschen oder so helfen, wollte sie nicht eingehen. Dafür hat sie mir ihre Not erzählt. Als ich am nächsten Tag wieder zum Frühstück kam, war neben ihrem Sohn auch ihre Tochter da. Sie hatte offensichtlich grosse Schmerzen. Als wir ins Gespräch kamen, erzählte mir die Tochter, dass sie seit drei, vier Wochen mehrere Male eine heftige Migräneattacke gehabt hatte, die sie jedes Mal für etwa drei Tage ins Bett befördert hätten. Weil wieder so ein Migräneschub mit Lähmungserscheinungen im Arm kam, schickte ihre Mutter sie nach Hause. Auf meine Frage hin, ob ich für sie beten dürfe, erklärte sie mir, dass sie früher sehr gläubig gewesen sei, aber seit einem familiären Erlebnis den Glauben verloren habe. Es ergab sich ein äusserst ermutigendes Gespräch mit anschliessendem Gebet für ihre Familiensituation, ihre Beziehung zu Gott und zum Schluss auch für ihre Gesundheit. Und nach dem Gespräch waren die Migräne und die Lähmungserscheinungen vollständig weg und sind bis heute – einige Monate später - nicht wiedergekehrt. Als ich zwei Tage später wieder in der Bäckerei vorbeiging, erzählte mir die Mutter ihren Schmerz in dieser Familiengeschichte. Interessanterweise hat sie am gleichen Tag ein Vertreter besucht, und ihr von seiner Gottesbeziehung erzählt. Die Frau wurde richtig von Gottes Aufmerksamkeit und Liebe umworben. Am Ende unseres Gesprächs hat sie unter Tränen einen Neuanfang in ihrer Gottesbeziehung gemacht. Einen Monat später habe ich sie wieder besucht und hatte dieses Mal ein längeres Gespräch mit dem Sohn. Es hat sich herausgestellt, dass er sich vor einigen Jahren sehr in der Jugendarbeit der katholischen Kirche engagiert hat und einen echten Bezug zum Glauben hat. In unserem Gespräch ist erstens hier wieder was geweckt worden, zweitens war die Mutter unglaublich stolz auf ihren Sohn, nachdem sie am ersten Tag so über ihn gewettert hat und zum Schluss durfte ich für ihn beten, da er unter einem Hautausschlag leidet, der ihn sehr bei der Arbeit stört! Als ich ihn einige Wochen später wieder sah, schien der Hautausschlag immer noch da zu sein. Ich war etwas enttäuscht, aber als ich ihn auf das Gebet ansprach, sagte er mir, dass das Gebet geholfen habe und er an den Beinen seit dem Gebet keinen Ausschlag mehr habe. Juni 2010 |






